Heia!
Meine Faszination für diese Grossstadt leidet doch langsam unter der schlechten Luft und dem ständigen Lärm, und morgen bin ich weg.
Ich habe zwei Daytrips unternommen (Bilder davon und neue aus B.A. finden sich hier), einmal nach Tigre unweit von B.A., wo man sich von einem Schiff durch mäandernde Flüsse auf die Inseln im riesigen Delta fahren lassen kann. Dort bin ich mit Pedro und Valéria durch die Wälder gelaufen, was nach der Stadt eine schöne Abwechslung war. Dank ihnen war ich am nächsten Tag an eine Geburtstagsparty eingeladen und erhielt einen unverfälschten Eindruck vom argentinischen Ausgang. Der unterscheidet sich allerdings kaum von unserem, ausser dass (etwas) weniger Bier konsumiert wird, und die Leute erst um 2:00 losziehen. Elektronische Musik scheint immer noch hip zu sein hier;).
An einem anderen Tag war ich in Colonia (Uruguay), einem beschaulichen und friedlichen Städtchen nur eine Bootsstunde entfernt von B.A. Als ich dort vor einem Schaufenster stehen blieb, wo gerade Nalbandian-Lopez lief (Tennis, für alle Sportanalphabeten;), wurde ich von einem fanatischen Uru-Jungen in Beschlag genommen, der aber dann doch zugeben musste, dass Federer der Beste ist.
Ich liess mich auch von einem Franzosen zu einer Tango-Show mitschleppen, deren Feuer bei einem Altersdurchschnitt der Tänzer von ca. 65 Jahren nicht mit letzter Konsequenz loderte, der Ausdruck war allerdings schon da, und es war auch nicht touristisch. Sehr vergnüglich war, auf starke Schachspieler zu treffen (Jérôme aus Paris, Hannes aus Pfullingen bei Reutlingen im Schwabenland:D), Jérôme hatte ausserdem auch wilde Tricks drauf, wenn's darum ging sich vor Mosquitos zu schützen. Zu meinem Bedauern wollte er allerdings nicht vom Restaurant (wo 400kg-Steaks angeboten wurden) zurück zum Hostel laufen mit dem Pullover an den Beinen.
Nach den zwischenzeitlich 33ºC hat sich das Wetter auch noch etwas von seiner garstigen Seite gezeigt, aber ich bin da wohl immer noch besser dran als ihr.
Wen die argentinischen Preise interessieren: Übernachtungen im Hostel kosten im Dorm ca. 10 CHF, im Single ca. 25, Double noch etwas mehr. Bis jetzt war ich nur in Dorms, dabei geht man allerdings das Risiko ein, dass Einer um 6 Uhr früh sturzbesoffen ins Zimmer platzt, den Boden mit seinem Essen und vor allem Trinken beehrt, nach draussen läuft um auch dort seine Duftmarke zu hinterlassen, wieder reinkommt und direkt neben seinem Bett merkt, dass sein Magen immer noch nicht leer ist.
Das Essen ;) kostet zwischen 5 und 20 Franken, wobei das Fleisch wirklich aussergewöhnlich gut ist (kommt immer vom Grill), und man italienischen Food um jeden Preis meiden sollte (ernstes Käseproblem hier). In B.A. gibts viele "tenedor libre"(all you can eat)-Schuppen, für etwa 6 Franken inklusive Getränk und einem Riesenbuffet, sich darin nicht zu überessen ist allerdings erwiesenerweise unmöglich.
Morgen gehe ich nun endlich weiter, nach Miramar in der Nähe von Mar del Plata, was um diese Jahreszeit noch ziemliche Ruhe und Abgeschiedenheit mit sich bringt (Uffa).
Der nächste Eintrag könnte etwas auf sich warten lassen, da ich doch etwas ins Hinterland ziehe, und die USB-Anschlüsse (für die Fotos) sind sogar hier extrem dünn gesät. Also keine Sorgen machen:)!
Sonntag, 29. Oktober 2006
(Fasch) Zwe Wuche Buenos Aires
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Mich Fuchs
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Donnerstag, 19. Oktober 2006
Zwe Tag Buenos Aires

Vor zwei Tagen bin ich in Buenos Aires gelandet. Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt habe ich Bekanntschaft mit dem komplett durchgedrehten Verkehr gemacht, wobei ich die todesmutigen Velofahrer bewundernswert finde. Das gefährlichste in dieser Stadt ist mit Abstand der schweizerische Reflex, sich als Fussgänger den Vortritt zu nehmen. Kommt nicht gut an. Ansonsten macht B.A. einen eher europäischen Eindruck, mit relaxten und freundlichen Menschen. Ich habe schnell compañeros gefunden im Hostel, mit zwei Brasilianern spreche ich abwechselnd spanisch oder englisch, mit einem französisch (er spricht schlechter spanisch als ich, ha!:), und mit Humberto dem Chilenen auch spanisch. Allgemein dreht sich gerade viel um Sprachen und mir dabei der Kopf, aber den Spanischkurs habe ich schon abgeschrieben, ist mit diesen Quasseltanten nicht mehr nötig. Ich bin jeden Tag mehrere Stunden am herumlaufen, war im erstaunlich schönen Zoo und heute im von Joggern, Bikern und vielen anderen Vögeln gefüllten Naturreservat direkt neben dem Stadtzentrum am Rio de la Plata.
Auf Anfrage eine kleine Blog-Einführung: Blog ist Kurzform von weB LOG, also mehr oder minder ein Tagebuch auf dem Internet. Dieser Blog ist vom Anbieter vorgefertigt, so dass technisch nicht so bewanderte Leute ihn nutzen können (aber auch seeehr bewanderte;). Für euch besteht die Möglichkeit, euren Senf zu meinem Gesülze zu geben, indem ihr unter meinem Eintrag auf "Comments" klickt. Alain, Britt, Célia und Phip haben das schon gemacht, und zumindest von Alain weiss ich, dass er sich ebenso sehr über neue Kommentare freut wie ich. Im Gegensatz zu mir (naja, s. später..) könnt ihr leider eure Bilder nicht direkt aufschalten, ich übernehme dies aber gerne, schickt mir sie einfach per Mail. Für Links auf andere Pages gilt das Gleiche.
Leider macht mir das Bilder hochladen (bzw. diese Klapperkiste die sie hier als Computer verkaufen) momentan jede Menge Kummer, hoffe ich kriege das an einem anderen Ort in den Griff. Bis dann gibts nur halt nur Text:(
Ah ja und mir geht's sehr gut :D. Bis es angers mau!
p.s. Das Hochladen funktioniert nun, nachdem ich die Kamera in einem anderen USB-Anschluss eingesteckt habe (arghhh...:-)). Bilder von Buenos Aires und eines aus dem Zug zum Flughafen gibts hier zu sehen.
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Mich Fuchs
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21:57
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Sonntag, 8. Oktober 2006
Noch zuhause

Es ist gerade mal noch eine Woche hin, bis ich mich auf die Socken machen werde. Ich verschiebe die letzten Vorbereitungen immer auf noch ein bisschen später, schliesslich arbeitet man unter Druck am besten.. ;)
Gestern haben wir bei Jacobs in Bolligen unseren Korbballmeistertitel mit einem Raclette-Essen und Feuerwerk gefeiert. Einige wenige Bilder von dem Fest findet ihr hier. Zu meiner Verteidigung darf ich anfügen, dass es schon dämmerte und die Kamera neu ist.
An jenem gemütlichen Abend liess ich mich von einigen freundlichen, besorgten, interessierten und nicht mehr ganz nüchternen Menschen überzeugen, dass ein Blog nicht zu aufdringlich sei, schliesslich steht es ja auch jedem frei, diese Seite aus persönlichen Gründen oder staatlichen Sicherheitsbedenken zu ignorieren (weg damit!).
Wie oft ich dazu kommen werde, hier Einträge zu machen wird sich zeigen, ich weiss jedoch von früheren Reisen, dass mir der gelegentliche elektronische Kontakt mit euch Daheimgebliebenen viel bedeutet und Freude bereitet.
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Mich Fuchs
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18:57
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