Dienstag, 31. Juli 2007

Bern


Eigentlich war dieser Blog mit der vorherigen Nachricht Geschichte. Einige sehr herzige Aufmunterungen haben mich aber davon überzeugt, diesen kleinen Nachtrag anzufügen und mitzuteilen, wie es mir in heimatlichen Gefilden so gefällt.
Seit dem Heimflug ist die Zeit wie im Fluge vergangen, jeder Tag hinterlässt zwei bis drei Datümer, und nach über drei Wochen zuhause frage ich mich doch langsam, wann diese hastige Uhr endlich stehen bleibt um Luft zu holen. Ich hege die zuerst hartnäckig aber schlussendlich vergeblich verdrängte Vermutung, dass dies wohl erst mit geregeltem Tagesablauf und einem den Feierabend hereisehnenden Job der Fall sein wird. Die Suche danach läuft erst langsam an, und mein neues Dusch ("anti hangover mit
Mg-O2, bringt dich von 0 auf 100 - egal wie kurz die Nacht war") bringt auch nicht den versprochenen Effekt.
Meine Wohnung habe ich von meinem Untermieter gesund und munter wiedergekriegt, allerdings stehen die Bananenkisten mit meinem Plunder beinahe alle noch im Keller, nur das Nötigste wurde bereits heraufgeholt. Vielleicht konserviere ich mir so etwas mehr meiner Freiheit, man sagt Besitz wirkt in zwei Richtungen, oder - mit grösserer Wahrscheinlichkeit - mit dem Ausmisten zu beginnen scheint nicht verlockend genug.
Immerhin habe ich schon einige meiner Vorsätze erfüllt, indem ich ziemlich oft in der sympathisch kalten Aare und zwei Mal in den Bergen war. Einige heimatliche Bilder zum Vergleich ;). Nach der obligatorischen Wiedereinbürgerungsprozedur, bestehend aus Besuch und Gutfinden des Schwingfests auf dem Rigi, bin ich auch schon wieder als echter Schweizer akzeptiert.
Insgesamt ist das Heimkommen einfacher als ich erwartet habe, die Vorfreude hat sich nahtlos in Freude verwandelt, die meisten meiner Freunde kennen mich noch, die Berner laufen so langsam und gemütlich durch Bern wie eh und je, die Konfibrötli sind sogar noch besser als ich in Erinnerung hatte, und die anaerobe Phase im Korbballtraining wird kürzer und kürzer.
So, nun habe ich also aus "passiert ist nichts" einen Paragrafen herausgequa/etscht, sagt doch auch mal was, Herr und Frau Schüüch!:)

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Montag, 2. Juli 2007

Hei cho


Das Sonne tanken auf Koh Chang ist grösstenteils ins Wasser der Regenzeit gefallen (Bilder der Insel hier). Trotzdem habe ich die gleichförmigen und ruhigen Tage geniessen können, auch ohne viel Sonnenschein kann man lesend am Strand liegen, und die Regengüsse lassen sich bei Thai-Food gut im Restaurant überbrücken. Wo mir an einem Abend doch tatsächlich eine etwa 30cm lange Echse in den Schoss gesprungen ist, von der Sorte, die neben erschrecken auch noch weh tut, wenn sie einem aus vier Metern Höhe auf den Oberschenkel fällt. Nach ein paar Sekunden gegenseitigem Anstarren habe ich entschieden, dass dies kein Haustier ist und sie mit sanftem Anstossen überzeugt das Weite zu suchen.

Nach fast neun Monaten unterwegs, reichen am Freitag etwa 14 Stunden Flug (hoffentlich, ich fliege über London), um mich zurück in die Schweiz zu bringen... hat etwas Surreales. Aber ich finde doch, dass es an der Zeit ist nach Hause zu kommen, für schweizerische Qualitäten wie meine lieben Leute, anständigen Käse, Schoggi und Milch, und ein Kissen das mir nicht den Hals bricht. Zudem haben sich auch sehr viele Eindrücke und Erlebnisse angesammelt, und ich glaube einige davon müssen erst richtig einsinken, etwas das zuhause in gewohnter Umgebung viel leichter sein sollte.
Ich fühle eine tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit, dass ich mir diesen grossen Traum verwirklichen konnte. Dass dies keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist, wurde mir vor allem in Südamerika und in Asien ständig vor Augen geführt.
Last but far from least: Einen Herzensdank euch allen, die ihr mich mit Mails, auf dem Blog, persönlich unterwegs (Gruss nach Deutschland:), mit mitgeschickten Schutzengeln oder einfach guten Wünschen begleitet habt!!!
Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, sich am andern Ende der Welt zu befinden, mit dem Wissen in ein Zuhause mit Familie und Freunden wie euch zurückkehren zu können. Ich hoffe euch nach meiner Rückkehr möglichst bald wiederzusehen.

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