Zweimal habe ich Phil (Amiel's Vater) angerufen, und beide Male mein Reisetagebuch, das alle E-Mails, Adressen und sonstigen Daten enthält, beim Telefon gelassen. Muss an der Nummer liegen, die löst offenbar einen Kurzschluss in meinem Gehirn aus. Das erste Mal - in Auckland - habe ich das Buch relativ rasch zurückerhalten. Das zweite Mal hingegen bin ich 30 km nach Whangamata zurück gefahren, eine leere Telefonkabine, drei mitleidig verneinend achselzuckende Ladenbesitzer und einen nicht-mitleidig verneinend grunzenden Polizisten später den gleichen kurvenreich mühsamen Weg möglichst beherrscht ein drittes Mal gefahren, um in Waihi - dem anderen möglichen Verlustort - meine Suche fortzusetzen. Die Dame auf dem Visitor Information Centre hätte mir das Buch herbeigezaubert, wäre sie nur ein bisschen länger auf der Hexenschule gewesen, und meine letzte grosse Hoffnung, die Police Station, war geschlossen. Die Wut auf mich selber wich so langsam der Resignation, ich versuchte noch mal Phil zu erreichen, wofür ich allerdings eine Telefonkarte benötigt hätte, welche ich etwa eine halbe Stunde später, von Laden zu Laden geschickt, auch tatsächlich kaufen konnte. Allgemein kann man in Neuseeland davon ausgehen, dass man alles irgendwo findet - nur nicht dort, wo man es als erstes sucht. Ich habe schon Schokolade in einem Werkzeugladen gekauft, war auf dem Internet in einer Tankstelle, und die (echte) Telefonkarte fand sich schliesslich im Spielzeuggeschäft. In der Folge stellte sich heraus, dass die schlauen Streifenpolizisten Phils Nummer aus dem Tagebuch herausgesucht hatten und ich dieses einen Block weiter abholen konnte... grad woni's nüm hätti dänkt.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Lektion war bei der Geschichte (sind wohl einige), habe aber inzwischen das Buch kopiert, und Phil's Nummer kann ich jetzt auswendig (ohne Hirnschäden bisher, glaube ich).
Der Besuch im Ferienhaus am Lake Rotoma (Bilder südlich Auckland hier) hat mir extrem gefallen, ich bin etwas länger geblieben als zuerst vorgesehen, habe dafür aber den See auch wirklich geniessen können, mit Schwimmen, Speedboat fahren sowie meinen ersten Malen Segeln und (bibber) Wasserskifahren. Auf dem Bild schaue ich zwar behämmert aus der Wäsche (vielleicht doch Hirnschaden?), aber das passiert... Grosses Merci an Amiel und Celina, die mir gar keine andere Wahl gelassen haben, als die Lindesays zu besuchen!
Weihnachten am Strand war anders und lustig, besonders die mit ihren neuen Sachen auf dem Campingplatz herumtollenden Kids brachten mich immer wieder zum Lachen.
Guete Rutsch, i rütsche aus eine vo de erschte, am East Cape vo Neuseeland!!!
p.s. einige Bilder noch nördlich von Auckland hinzugefügt.
Sonntag, 31. Dezember 2006
Down to Lake Rotoma
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Mich Fuchs
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Sonntag, 24. Dezember 2006
Feliz Navidad

Wer ist schon einmal mit dem Auto auf dem Strand gefahren? Ich glaube das Schweben über dem Sand bei 100 km/h, während der Blick über die brechenden Wellen schweift, ringt auch dem hartgesottensten Automuffel ein Glücksgefühl ab. Ich habe die 85 km jedenfalls mit einem konstanten Smile im Gesicht zurückgelegt. Das Auto habe ich in Auckland gekauft, ein Mazda 626, ich kann darin auch gemütlich schlafen. Das Geld dafür zusammenzukratzen war eine extrem schwierige Übung, da auf allen Karten und Cashautomaten Limiten bestehen. Es hat mich schliesslich 10 Telefonate in die Schweiz und unendlich viel Zeit und Geduld gekostet, um die Angelegenheit zu regeln. Wer selbst zu viel Zeit hat, kann die ganze traurige Bürokratengeschichte in zwei Akten lesen: 1.Teil und 2.Teil.
Nach etwa drei Monaten ohne Fahrpraxis in einem linksgesteuerten Auto auf linksbefahrenen Strassen in einer mir unbekannten Stadt loszufahren war einer der furchterregenderen Momente meiner Reise bisher. Glücklicherweise bin ich aber ohne Unfall durchgekommen und habe inzwischen auch schon einige Kilometer hinter mir, in denen ich einige wunderschöne Ecken und endlich die langersehnten Strände gefunden habe, die Bilder hier. Das herzliche Willkommen der Familie Lindesay (Cowan und Emily kamen auch vorbei) hat mich mit einem viel besseren Gefühl gegenüber Neuseeland zurückgelassen, ich habe mit ihrer Hilfe auch ein ungefähres Bild gewonnen, wo ich überall hingehen will hier. Möglicherweise sehe ich sie noch einmal, in ihrem Ferienhaus beim Lake Rotoma.
Weihnachten verbringe ich in der unterhaltsamen Gesellschaft zweier Mädchen aus England bzw. Schottland, Joanna und Rowena, erstere habe ich schon in Mendoza getroffen.
Schöni Wiehnachte öich aune!!!
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Mich Fuchs
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Sonntag, 17. Dezember 2006
Hey from New Zealand

Die Fahrt von Mendoza nach Santiago (Bilder hier) ist imposant, auch wenn ich mich manchmal an die Schweizer Berge erinnert und mich wieder mal gefragt habe wie ich im letzten Jahr ständig daran vorbeifahren konnte ohne ständig an der Scheibe zu kleben. Die Kontrolle am Grenzübergang war gegenüber demjenigen nach Uruguay oder Bolivien extrem viel schärfer und zeitaufwändiger. Drogenhunde und Gepäckscanner liessen eine Stimmung wie am Flughafen aufkommen - nur eben in etwa 3000m Höhe mitten im Niemandsland in den Bergen.
Santiago hat mich positiv überrascht, ich habe den Tag gemütlich mit Herumlaufen verbracht.
Der Preisschock hat mich schon erreicht, das Taxi vom Flughafen Auckland zum Hostel hat 50.- gekostet, wir haben es aber immerhin durch drei teilen können da zwei Irländer, die ich schon an der argentinisch-bolivianischen Grenze und in Mendoza getroffen habe, mit an Bord waren. Der Flug war grauenvoll, habe kaum geschlafen und mich in die argentinischen Busse zurückgewünscht.
Der Empfang hier war aber sehr freundlich, bis auf einen jungen Maori der uns einiges an den Kopf geworfen hat aus der Ferne (worauf mich einer der Iren erstaunlicherweise zur Ruhe mahnte, die prügeln sich normalerweise auch sehr gern...)
Im Moment will ich eigentlich nur noch schlafen, muss aber lange auf das Check-In im Hostel warten. Ich werde mich bei Amiel's Family melden, habe schon ein Mail geschickt.
Die Tastatur hier ist tatsächlich mühsamer als diejenige in Südamerika, im Moment behelfe ich mich mit ASCII-Zeichen für die Umlaute, aber das kann's auf Dauer nicht sein...:)
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Mich Fuchs
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Dienstag, 12. Dezember 2006
Abschiedstour
Nachdem ich den Gewaltmarsch von Bolivien nach Iguazú beendet hatte (in zwei Tagen, mit fünf Busen und über 30 Stunden im Bus), wurde ich von komplett tropischen Verhältnissen begrüsst. Mit der unglaublichen Luftfeuchtigkeit war es sogar zunächst sogar mir etwas zu heiss, ich habe mich aber schnell daran gewöhnt. Ich habe Tenario (Mendoza) und die Iren Peter (Mendoza, Córdoba) und John wiedergetroffen in Iguazú, und Tenario war in einem Hostel mit Pool, worin man dank den krassen Temperaturen auch in der Nacht noch schwimmen konnte.
Die Wasserfälle sind auch noch eindrücklich wenn man die Bilder davon schon gesehen hat. Man kann sich auch in einem Schnellboot (fast) unter den Wasserfall fahren lassen, wo man allerdings vor lauter Wasser nichts mehr sieht sondern nur noch fühlt, halt wie eine Wildwasserfahrt in sehr warmen Gewässern. Das Boot hätte ich mir allerdings sparen können, weil genau in dem Moment ein tropisches Gewitter niederzugehen begann, sprich überall Wasserfall. Fotos von Iguazú und dem Weg dahin.
Danach habe ich mich auf den langersehnten Weg zurück nach Buenos Aires gemacht, dorthin zurückzukehren war fast wie nach Hause kommen.
An einem Tag war ich auf dem Recoleta Friedhof, wo sich ein riesiger Schrein an den nächsten reiht, ein Denkmal dafür, wieviel man für tote Leute ausgeben kann. Den Schrein von Evita findet man dort ebenfalls.
Jedenfalls habe ich spielhalber nach meinem Namen gesucht, und bald eingesehen, dass dieser unter den vielen spanischen Namen schwerlich zu finden ist (was ja auch irgendwo besser so ist..). Gefunden - oder fast - habe ich ihn dann einige Blocks vom Friedhof entfernt. Später habe ich dann das Foto betrachtet und noch den Schriftzug rechts davon gelesen, womit mir in Verbindung mit dem Friedhof noch einmal die Nackenhaare zu Berge standen...
Fotos vom neuerlichen Besuch Buenos Aires'.
Ich habe mir auch endlich eine Brille für meine gestressten Augen gekauft, was eine spanische Herausforderung war, vor allem weil man hier nicht einfach zum Optiker, sondern zuerst noch zum Augensarzt geht. Nach über 10 Jahren wieder einmal in der Öffentlichkeit mit einer Brille herumzulaufen kam mir äusserst schräg daher. Mein Unterbewusstsein hat auf das Nasengestell mit "Sonnenbrille!" reagiert und sie mich auf den Kopf schieben lassen im Laden, bis das Bewusstsein gemeldet hat, dass ich so aber nicht allzu viel sehe. Ein Bild von mir und der Brille gibts hier...
Heute bin ich in Mendoza zur zweiten und letzten Station meiner Abschiedstour Argentiniens angekommen um noch einmal zwei Tage am Pool die Sonne zu geniessen, bevor es wohl am Samstag wirklich abgeht auf Neuseeland. Ganz ausgeschlossen habe ich immer noch nicht, dass ich im letzten Moment den Flug verschiebe...
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Mich Fuchs
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Montag, 4. Dezember 2006
Einmal Bolivien retour

In zwei Stunden geht schon wieder mein Bus, und da Busfahren gerade meine Hauptbeschäftigung stellt, schreibe ich etwas davon...
Von Córdoba bin ich nach Salta gefahren, eine Stadt die mir für einmal nicht allzu sehr gefallen hat. Von dort habe ich einen Bus Richtung Humahuaca (einmal ausprechen bitte, Betonung auf zweitletztem a) genommen, einem Ort im Niemandsland drei Stunden vor der bolivianischen Grenze. Da in argentinischen Bussen die Haltestelle nie durchgegeben wird und selten bis nie angeschrieben ist, fragte ich bei einem Stop etwas vor meiner vorgesehenen Ankunftszeit, ob die nächste Station Humahuaca sei, was der Chauffeur bejahte. Eine Stunde später, mit einigen Befürchtungen im Bauch, sah ich dann ein Schild: 'Humahuaca 60 km' - in die andere Richtung leider. Ich war nicht so ganz zufrieden mit dem Fahrer, der aber einlenkte und sogar anbot, mich in einen entgegengesetzten Bus zu transferieren, was ich aber dankend ablehnte. Glücklicherweise fuhr auch ein Brasilianer bis zur Grenze und konnte mir einige Infos geben. Bilder von Salta und dem Weg zur Grenze hier.
Der bolivianische Bus von der Grenze nach Tupiza war ein Beispiel dafür, wie minus (kaum Federung) mal minus (Schotter"strasse") wieder plus (Massagesitze) geben kann. Ich hatte mir schon einige Geschichten über Bolivien angehört, und fand das Ganze doch erträglich, auch mit dem Geruch im Bus, der verrät dass die wenigsten Insassen diese Woche schon geduscht, oder ihre Kleider gewaschen haben.
Auf dem Rückweg von Tupiza sass dann nicht mehr der Brasilianer Anderson neben mir, womit ich auch noch das Prinzip von 'jeden Platz ausnützen - und keine falsche Scheu' am eigenen Leib erfahren durfte.
Der Weg von der argentinischen Grenze zurück nach Jujuy wird von vielen Busunternehmen befahren, ich erwischte jedoch einen, der jedem bolivianischen Bus zur Ehre gereicht hätte, und ich war auch der einzige Touri, der sich in ihn verirrt hatte. Um 1:00 in der Nacht hiess es dann aussteigen zur Polizeikontrolle. Ich hatte keine Linsen in den Augen, weshalb ich mich dem Beamten bis auf ca. 20cm näherte, um seine Gesichtszüge zu sehen. Die sahen dann auch dementsprechend irritiert aus.
Im Moment bin ich noch in Jujuy, fahre über Nacht nach Corrientes und sogottwill gerade weiter nach Iguazu, den berühmten Wasserfällen an der brasilianischen Grenze.
sevuzumböss.
Bolivien war für mich der erwartete Gegensatz zum grösstenteil "europäischen" Argentinien, leider wäre es zu zeitspielig gewesen, bis zum Salar von Uyuni (grösster Salzsee der Welt) zu gehen - ein ander Mal. Ich habe auch versucht meinen Flug zu verschieben, was aber (wie so vieles) in Bolivien sehr komplziert war und mir nicht gelungen ist. Die Regenzeit ist ebenfalls angebrochen, scheint aber kein grosses Hindernis zum Reisen zu sein, und bietet einige spektakuläre Anblicke. Bilder von Bolivien.
Ich hatte den ersten Kleidertotalschaden, der Reissverchluss meines kleinen Rucksacks gibt langsam den Geist auf, und ich habe inzwischen schon fast chronisch entzündete Augen und immer nur eine Linse drin. Sonst alles bestens.
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Mich Fuchs
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17:43
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Montag, 27. November 2006
Córdoba

Nach fünf Tagen Nichtstun, am Pool rumhängen, Pingpong spielen und das beste Restaurant Mendozas suchen habe ich mich doch noch in den nächsten Bus gesetzt. Leider in den falschen, denn dieser hatte weder Wasser noch WC-Papier, ein undichtes Fenster und viel zu aufrechte Sitze. Die zweitgrösste Stadt Argentiniens, Córdoba (1'300'000 Einwohner, BA hat 12 Mio) weist 7 Unis und jede Menge Bars auf. Nach kurzem Umweg bin ich wieder in einem sehr angenehmen Hostel untergekommen, nur der Lärmpegel und das Frühstück zum Abspecken trüben die Laune. Beinahe alle Touris im Hostel sprechen sehr gutes Castellano, was eher aussergewöhnlich ist und zur Folge hat, dass ich mit zwei Schweizern und einem Deutschen am Tisch sitzen kann und wir uns auf Spanisch unterhalten - zugegeben v.a. weil der eine Schweizer ein Romand war. Bilder von Córdoba.
Ich war Paragliden, und nach anfänglichem Windpech (wir waren nach 5min im Tal unten) und einigen Diskussionen konnte ich noch einmal fliegen, dieses Mal mit derartigem Aufwind, dass wir uns zeitweise ca. 200m oberhalb des Starts befanden. Aufbauend war zuvor der Fehlstart eines Engländers, er hatte sich zu früh hingesetzt... zum Glück waren da Büsche und nicht nur Abhang. Die beiden Flüge haben mich gerade mal 85.- gekostet, und ich überlege mir auch noch Sky-diven zu gehen, bevor ich mich über die viel höheren Preise in Neuseeland ärgere.
Aus Mitgefühl und auf Padi's Solidaritätsforderung hin habe ich auch zwei Fotos vom krassen Regen gemacht, der hier die letzten zwei Tage fällt...
Für Federer's Match (und was für einer) bin ich nicht aufgestanden sondern aufgeblieben, hat sich definitiv gelohnt.
Mir ist's sehr wohl in Argentinien, und der Flugtermin in 3 Wochen (Santiago-Auckland) kommt zu schnell näher.
p.s. Bilder der Leute in Mendoza hinzugefügt.
p.p.s. Habe hart geschuftet, um die Kommentare ein bisschen einfacher zugänglich zu machen... hat aber zur Folge, dass das Schreiben neuer Kommentare (im Moment) zwei Klicks entfernt ist (zuerst Anzahl Kommentare, dann auf Kommentar veröffentlichen klicken..) Eine bessere Lösung ein anderes Mal!
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Mich Fuchs
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Samstag, 18. November 2006
Mendoza und Guinea

Fest im Breitsch!! Schaut euch den Flyer an. Eveline und Vanessa haben den Anlass auf die Beine gestellt. Ich kenne den Guineer (Barry), und wenn ich entscheiden könnte würde ich ihn in der Schweiz einbürgern. Es geht aber nicht einmal darum, dass er bleiben kann... Was wir erreichen möchten ist, dass er nicht nach Guinea ausgewiesen wird (wo er politisch verfolgt wird), sondern nach Angola!!!! Dazu muss seine Tante in Guinea Papiere beschaffen und herschicken, die die Verfolgung belegen, und das geht nicht ohne Geld.
Der Solidaritätsbeitrag soll dabei helfen. Ich finde, es ist eine sehr einfache Möglichkeit, einen Unterschied zu machen, bitte geht hin (Anmeldung nicht vergessen)!
Ich bin seit schon wieder 5 Tagen in Mendoza (Bilder hier), und habe nach der 20-stündigen Busfahrt nordwärts endlich wieder den korrekten Temperaturbereich (um die 30º) erreicht. Nach zwei Nächten habe ich dank anderen Backpackern das Hostel gewechselt - der Pool spricht ja wohl für sich. Ab jetzt muss es beinahe abwärts gehen mit der Unterkunft... Der einzig negative Punkt am Hostel war, dass drei Gäste beklaut wurden (Kameras, MP3-Players), die Sachen waren im Zimmer. Steigert nicht gerade das Vertrauen und bestätigt die Geschichten über Mendoza. Jemand anderem wurde im Bus von Bariloche nach Mendoza die Brieftasche geklaut (von demjenigen nebendran), wobei es natürlich grob fahrlässig ist, diese in der Hosentasche mitzuführen.
Federer hat Nadal geschlagen, wie finde ich das? :) Ich stehe morgen um 5:00 auf, um den Final zu sehen. Manche Dinge kann ich auch in Argentinien nicht ändern ;)
Meine weiteren Pläne sind sehr ungewiss, ich würde aber gerne noch nach Bolivien gehen, um auch noch ein etwas anderes Bild von Südamerika zu sehen. Mit dem Tempo, das ich im Moment anschlage (ke streeeeeesss!) wird's aber knapp.
Ich glaube diese Page war kaputt (der Grund war sehr skurril), hoffe nicht allzu lange...
p.s. einige Bilder hinzugefügt bei Bariloche .
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Mich Fuchs
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18:21
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Freitag, 10. November 2006
Bariloche

Nach dem unablässigen, sandigen Wind Puerto Madryns komme ich in Bariloche zum Durchschnaufen in fast sauberer Luft. Die "Schweiz Argentiniens", so benannt wegen der (auch tatsächlich ein wenig vorhandenen) Ähnlichkeit der Landschaft, ist gleichzeitig auch die Schokoladenhauptstadt Argentiniens... unsere Schoggi ist aber immer noch um Einiges besser! (ich will meinen Pass nicht bei der Wiedereinreise entzogen haben..;)
Es haben sich vor einiger Zeit hier aber wirklich auch viele Schweizer angesiedelt, so gibt es einen Ort namens Colonia Suiza, und eine Menge Anspielungen wie ein Kleidergeschäft namens "Zermatt", oder das Hotel "Edelweiss". Ich hab noch nicht rausgekriegt, was das "milanesa suiza" (schweizer Schnitzel) genau ist - und bin nicht sicher ob ich das überhaupt sollte. Das Fondue werde ich jedenfalls auch nicht versuchen.
Pap hat eine Internetrecherche gestartet und mir geschrieben, dass auch die (Alt-)Nazis sich hier aufgehalten haben oder dies immer noch tun. Am Tag zuvor bin ich auch am "Deutschen Klub" vorbeigelaufen und musste (damals noch) etwas grinsen darüber, dass ein Riesenwappen der alten BRD an der Mauer prangt...
Mich plagt ein wenig der Schnupfen, begleitet von einem Schwindelgefühl, das mich am hellichten Tag wie besoffen herumtorkeln lässt. Ich dachte immer, das Gleichgewicht hat nur mit den Ohren zu tun (die tun mir nicht weh), aber offenbar spielt da die Nase auch mit.
Es reut mich schon jetzt, wieder von hier zu gehen, die Landschaft ist wirklich zauberhaft (Bilder hier), aber das Wetter schlägt auf Sonntag um, und ist wieder bei 14º und schauerigen Winden - da ziehe ich lieber weiter nach Mendoza. Wo man auf der Hut sein muss um seine Sachen, habe ich gehört.
Zu den Bildern noch: Ich habe mich eeeeextrem genervt, als ich merkte, dass ich die Datum/Zeit-Stempel nicht mehr entfernen kann... ist also nicht extra und auf den Nächsten auch nicht mehr vorhanden. Die neue Kamera funktioniert sonst bisher ok.
Ich bin hier in einem Hostel (heisst "1004") im zehnten und obersten Stock des Bariloche Centers, und man hat wahrhaft eine spektakuläre Aussicht von dort. Bilder 41,42,57 und 58 zeigen diese.
Ausserdem sieht man mich auf einem Pferd, dass ich dabei unwohl dreinschaue kommt daher, dass ich mich gerade an die Worte von Alain erinnert habe, und beim Gedanken, dem frechen Dieb hinterher zu galoppieren tat mir schon der Rücken weh (an dieser Stelle Gruss an meinen Chiro). Insgesamt hat das Reiten (Premiere für mich) viel Spass gemacht, und schien mir einiges weniger schwierig als Autofahren. Hatte auch nur vier Gänge, allerdings, wobei der vierte geklemmt hat ;)
P.S. Vier Bilder von Puerto Madryn hier (das Whale Watching gibts nicht, die Kamera war im rechten Moment kaputt), einige von Miramar hier.
Machts gut, bis bald
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Mich Fuchs
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21:51
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Freitag, 3. November 2006
Puerto Madryn

Ja bin ich denn Alleinunterhalter? Verschlägts jedem das Wort? Muss ich doch den Counter aufschalten?
- Nei, dänk nid, von ein paar Leuten weiss ich ja, dass sie ab und zu hier vorbeischauen, und ich nicht den ganz leeren Wald anbrülle. Die schweizerische Zurückhaltung und Bescheidenheit ist Ursache der Kommentarverweigerung. Ich werde hier gerade ein wenig umerzogen, und auch schon mal ausgelacht wenn ich 3min zu früh im Tourbus sitze. Genau, Tour, heute habe ich mir die sehr touristische Seite Argentiniens gegeben, Rundfahrt mit Safari, aber Wale aus 5 Metern Entfernung zu sehen hat mir denn auch die Sprache verschlagen und geht wohl schlecht ohne Guide. Ich bin gerade sehr unsicher, ob ich noch weiter Richtung Süden ziehen soll (bin schon südlicher als jeder Punkt Australiens oder Afrikas), und die Kälte zieht mich nicht unbedingt an...
Der Abstecher ins Hinterland war interessant, ruhig und spanisch, habe für fast 3 Tage keinen anderen Touristen gesehen.
Die Kamera funktioniert leider nicht mehr richtig, mal sehen was ich dagegen machen kann. Schickst du mir schnell den Garantieschein, Eveline? Mike Fuchs, Argentinien... ;)
Chünig schrib mau du Soucheib. Am besten einen Comment;)
Grosses Merci an Philippe, der meinem Vater wieder aufs Netz geholfen hat.
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Mich Fuchs
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23:24
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Sonntag, 29. Oktober 2006
(Fasch) Zwe Wuche Buenos Aires
Heia!
Meine Faszination für diese Grossstadt leidet doch langsam unter der schlechten Luft und dem ständigen Lärm, und morgen bin ich weg.
Ich habe zwei Daytrips unternommen (Bilder davon und neue aus B.A. finden sich hier), einmal nach Tigre unweit von B.A., wo man sich von einem Schiff durch mäandernde Flüsse auf die Inseln im riesigen Delta fahren lassen kann. Dort bin ich mit Pedro und Valéria durch die Wälder gelaufen, was nach der Stadt eine schöne Abwechslung war. Dank ihnen war ich am nächsten Tag an eine Geburtstagsparty eingeladen und erhielt einen unverfälschten Eindruck vom argentinischen Ausgang. Der unterscheidet sich allerdings kaum von unserem, ausser dass (etwas) weniger Bier konsumiert wird, und die Leute erst um 2:00 losziehen. Elektronische Musik scheint immer noch hip zu sein hier;).
An einem anderen Tag war ich in Colonia (Uruguay), einem beschaulichen und friedlichen Städtchen nur eine Bootsstunde entfernt von B.A. Als ich dort vor einem Schaufenster stehen blieb, wo gerade Nalbandian-Lopez lief (Tennis, für alle Sportanalphabeten;), wurde ich von einem fanatischen Uru-Jungen in Beschlag genommen, der aber dann doch zugeben musste, dass Federer der Beste ist.
Ich liess mich auch von einem Franzosen zu einer Tango-Show mitschleppen, deren Feuer bei einem Altersdurchschnitt der Tänzer von ca. 65 Jahren nicht mit letzter Konsequenz loderte, der Ausdruck war allerdings schon da, und es war auch nicht touristisch. Sehr vergnüglich war, auf starke Schachspieler zu treffen (Jérôme aus Paris, Hannes aus Pfullingen bei Reutlingen im Schwabenland:D), Jérôme hatte ausserdem auch wilde Tricks drauf, wenn's darum ging sich vor Mosquitos zu schützen. Zu meinem Bedauern wollte er allerdings nicht vom Restaurant (wo 400kg-Steaks angeboten wurden) zurück zum Hostel laufen mit dem Pullover an den Beinen.
Nach den zwischenzeitlich 33ºC hat sich das Wetter auch noch etwas von seiner garstigen Seite gezeigt, aber ich bin da wohl immer noch besser dran als ihr.
Wen die argentinischen Preise interessieren: Übernachtungen im Hostel kosten im Dorm ca. 10 CHF, im Single ca. 25, Double noch etwas mehr. Bis jetzt war ich nur in Dorms, dabei geht man allerdings das Risiko ein, dass Einer um 6 Uhr früh sturzbesoffen ins Zimmer platzt, den Boden mit seinem Essen und vor allem Trinken beehrt, nach draussen läuft um auch dort seine Duftmarke zu hinterlassen, wieder reinkommt und direkt neben seinem Bett merkt, dass sein Magen immer noch nicht leer ist.
Das Essen ;) kostet zwischen 5 und 20 Franken, wobei das Fleisch wirklich aussergewöhnlich gut ist (kommt immer vom Grill), und man italienischen Food um jeden Preis meiden sollte (ernstes Käseproblem hier). In B.A. gibts viele "tenedor libre"(all you can eat)-Schuppen, für etwa 6 Franken inklusive Getränk und einem Riesenbuffet, sich darin nicht zu überessen ist allerdings erwiesenerweise unmöglich.
Morgen gehe ich nun endlich weiter, nach Miramar in der Nähe von Mar del Plata, was um diese Jahreszeit noch ziemliche Ruhe und Abgeschiedenheit mit sich bringt (Uffa).
Der nächste Eintrag könnte etwas auf sich warten lassen, da ich doch etwas ins Hinterland ziehe, und die USB-Anschlüsse (für die Fotos) sind sogar hier extrem dünn gesät. Also keine Sorgen machen:)!
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Mich Fuchs
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23:26
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Donnerstag, 19. Oktober 2006
Zwe Tag Buenos Aires

Vor zwei Tagen bin ich in Buenos Aires gelandet. Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt habe ich Bekanntschaft mit dem komplett durchgedrehten Verkehr gemacht, wobei ich die todesmutigen Velofahrer bewundernswert finde. Das gefährlichste in dieser Stadt ist mit Abstand der schweizerische Reflex, sich als Fussgänger den Vortritt zu nehmen. Kommt nicht gut an. Ansonsten macht B.A. einen eher europäischen Eindruck, mit relaxten und freundlichen Menschen. Ich habe schnell compañeros gefunden im Hostel, mit zwei Brasilianern spreche ich abwechselnd spanisch oder englisch, mit einem französisch (er spricht schlechter spanisch als ich, ha!:), und mit Humberto dem Chilenen auch spanisch. Allgemein dreht sich gerade viel um Sprachen und mir dabei der Kopf, aber den Spanischkurs habe ich schon abgeschrieben, ist mit diesen Quasseltanten nicht mehr nötig. Ich bin jeden Tag mehrere Stunden am herumlaufen, war im erstaunlich schönen Zoo und heute im von Joggern, Bikern und vielen anderen Vögeln gefüllten Naturreservat direkt neben dem Stadtzentrum am Rio de la Plata.
Auf Anfrage eine kleine Blog-Einführung: Blog ist Kurzform von weB LOG, also mehr oder minder ein Tagebuch auf dem Internet. Dieser Blog ist vom Anbieter vorgefertigt, so dass technisch nicht so bewanderte Leute ihn nutzen können (aber auch seeehr bewanderte;). Für euch besteht die Möglichkeit, euren Senf zu meinem Gesülze zu geben, indem ihr unter meinem Eintrag auf "Comments" klickt. Alain, Britt, Célia und Phip haben das schon gemacht, und zumindest von Alain weiss ich, dass er sich ebenso sehr über neue Kommentare freut wie ich. Im Gegensatz zu mir (naja, s. später..) könnt ihr leider eure Bilder nicht direkt aufschalten, ich übernehme dies aber gerne, schickt mir sie einfach per Mail. Für Links auf andere Pages gilt das Gleiche.
Leider macht mir das Bilder hochladen (bzw. diese Klapperkiste die sie hier als Computer verkaufen) momentan jede Menge Kummer, hoffe ich kriege das an einem anderen Ort in den Griff. Bis dann gibts nur halt nur Text:(
Ah ja und mir geht's sehr gut :D. Bis es angers mau!
p.s. Das Hochladen funktioniert nun, nachdem ich die Kamera in einem anderen USB-Anschluss eingesteckt habe (arghhh...:-)). Bilder von Buenos Aires und eines aus dem Zug zum Flughafen gibts hier zu sehen.
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Mich Fuchs
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21:57
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Sonntag, 8. Oktober 2006
Noch zuhause

Es ist gerade mal noch eine Woche hin, bis ich mich auf die Socken machen werde. Ich verschiebe die letzten Vorbereitungen immer auf noch ein bisschen später, schliesslich arbeitet man unter Druck am besten.. ;)
Gestern haben wir bei Jacobs in Bolligen unseren Korbballmeistertitel mit einem Raclette-Essen und Feuerwerk gefeiert. Einige wenige Bilder von dem Fest findet ihr hier. Zu meiner Verteidigung darf ich anfügen, dass es schon dämmerte und die Kamera neu ist.
An jenem gemütlichen Abend liess ich mich von einigen freundlichen, besorgten, interessierten und nicht mehr ganz nüchternen Menschen überzeugen, dass ein Blog nicht zu aufdringlich sei, schliesslich steht es ja auch jedem frei, diese Seite aus persönlichen Gründen oder staatlichen Sicherheitsbedenken zu ignorieren (weg damit!).
Wie oft ich dazu kommen werde, hier Einträge zu machen wird sich zeigen, ich weiss jedoch von früheren Reisen, dass mir der gelegentliche elektronische Kontakt mit euch Daheimgebliebenen viel bedeutet und Freude bereitet.
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Mich Fuchs
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18:57
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