Montag, 19. Februar 2007

Broome


Als ich an Broome's Flughafen spätabends aus dem Flieger gestiegen bin, habe ich einen Moment gedacht, ich müsse nun doch ertrinken. Eine Wand aus Hitze und Feuchtigkeit begrüsste mich mit einer herzlichen Umarmung, und liess mich so schnell nicht wieder los. Die Temperaturen bewegen sich bei Tag und Nacht so zwischen 28 und 37 Grad, und ich stelle einmal mehr fest, dass mir das tropische Wetter unglaublich gut gefällt. Seltsam aber, wie schnell sich einige Sachen ändern, zum Beispiel ist es plötzlich ein (nicht vorhandener) Luxus kaltes Wasser in der Dusche zu haben...
Mein Gepäck war beim Zwischenstopp in Perth aus dem Flieger gestiegen anstatt drin zu bleiben... am nächsten Tag hat es dann glücklicherweise den Weg zu mir gefunden.
Der erste Einwohner Broomes, mit dem ich gesprochen habe war ein 53jähriger Aussteiger am Busstop, der seine Frühpension dazu verwendet, jede Nacht so besoffen wie möglich zu werden (seine Worte). Er erklärte mir, dass Broome die 'letzte Grenze' der Zivilisation sei, wo man einander noch vertrauen kann und auf der Strasse auch mal gegrüsst wird... und wenn Broome erwachsen werde, gäbe es keinen Ort mehr, an dem er noch hin könne. Sein Wortschatz beschränkte sich im Wesentlichen auf drei Fluchwörter, mit denen er aber phänomenal viel ausdrücken konnte. Ausserdem hat er mir mit Inbrunst versichert, dass mich meine Eltern angelogen hätten und ich nie und nimmer Schweizer sei. Ich solle mich mal im Spiegel betrachten, ich sei Spanier, Latino. Also Latinos, das sind die Leute aus äh... Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.
Broome ist ein Traum, vom Wetter über den Strand zu den Sternen und den Tieren. Am ersten Abend habe ich meine ersten wilden Känguruhs und eine riesige Wildkatze gesehen (ich wollte ja weglaufen, aber sie hatte noch mehr Angst vor mir). Daneben finden sich Fledermäuse, Frösche, Eidechsen, Krabben und Krebse (welche den Sand durchkauen und als hunderte kleine Kügelchen zurücklassen).
Baden kann man leider nicht gut im Meer, weil in dieser Jahreszeit noch das Risiko besteht auf die in vielen Fällen tödlichen box jellyfishes (Quallen) zu stossen, zudem ist das Wasser so warm, dass es keine Abkühlung bringt.
Die Sonne geht über dem Meer unter, und wie...
Ich bin jetzt seit einer Woche hier, war in einer Krokodilsfarm (naja), vor allem aber am Strand und im Pool, habe viele nette Leute getroffen und fühle mich wunderbar.
Wie's weitergeht steht immer noch nicht fest, die Chance ist aber gross, dass ich per Bus die Küste herunter gondeln werde.
Bilder aus Broome hier.

1 comments:

Anonym hat gesagt…

hey mike
du hesch ja wieder einisch hammerföteli gschosse!! merci das du üs chli lasch la mitreise.

bisch scho am cape lleveque(schreibweise?) gsii? isch genial!! u dr karjini np chani o wärmstens empfehle.
viu spass witerhin bim umereise u gniesses!!
Gruess Üelu