Sonntag, 6. Mai 2007

Bangkok


Das unablässig wuselnde, hektische Treiben Bangkoks, vor allem in der Backpackerhochburg rund um die Khao San Road, ist ein einziges Staunen. Es fühlt sich an, als seien alle Rucksackreisenden, Aussteiger, Abenteurer, verlorenen Seelen an diesem einen Ort zusammen gekommen, um sich unter Ihresgleichen aufzuhalten, in einer unpersönlich anonymen, geldbeutelfreundlichen Umgebung, die alles Vorstellbare bietet. Auf der Strasse kauft man ohne Probleme Raubkopien von CD's, für nicht ganz vier Franken, oder jedwede Art von gefälschtem Ausweis. Von den Strassenrändern wird man bei jedem zweiten Schritt angesprochen, Tuktuk, Taxi, Thai Massaaaage, Hey mister where do you come from? Vielfach wird einem die Hand gereicht, um dich dann freundlichst festzuhalten während du bearbeitet wirst. Anderes geht dafür gar nicht, so zum Beispiel selbst eine CD zu brennen... überall will man mir dies unfreundlichst abnehmen, um etwas mehr zu verdienen. Ich bin immer noch daran, mich irgendwo reinzuschleichen und den CD-Burner zu benutzen bevor sie's gemerkt haben. Ein Rätsel, welches mir etwas Kopfzerbrechen bereitet ist, wer all den Food aufisst, der an jeder Ecke angeboten wird... Wo die Strasse nicht mit Kleidern oder wartenden Tuktuks vollgestellt ist, findet man bestimmt eine kleine Bude mit Padthai (gebratene Nudeln) oder Curries, Fleischspiessen, Pancakes, Früchten auf Eis. Von einigen Dingen weiss ich noch nicht einmal wie's heisst, was auch nicht immer einfach herauszufinden ist, da die Schrift hier grundsätzlich kauderwelschisch ist.. Vielleicht wird der übriggebliebene Food an die Hähne verfüttert, das würde dann deren energiereich durchgedrehtes Verhalten erklären, krähen sie doch von etwa vier Uhr morgens bis kurz vor Mittag durch. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die ganzen Abgase aufs Hühnerhirn schlagen. Morgen gehe ich nach Kambodscha und Richtung Angkor Wat, ich freue mich aus der Stadt rauszukommen. Einige Bilder hier.